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allgemein

Familie Villano kehrt nicht zurück

VILLANO7Rückkehr oder Integration: der Film bringt die Fragen, die zwanzig Jahre Ausländerbeschäftigung in der Bundesrepublik mit sich bringen, auf einen Punkt.
Der Film erzählt vom Alltag einer italienischen Großfamilie, der Familie Villano, die nach fünfmaliger Rückkehr in ihre Heimat - ein kleines Dorf bei Neapel - beschlossen hat, nun für immer in Deutschland zu bleiben. In einer Art Spurensuche erforscht der Film die Stationen und Kontaktstellen mit der deutschen Gesellschaft und zeigt an den Mitgliedern der Familie - zehn Personen -, wie sich heimische Lebensform und traditionelles Wertesystem durch die Konfrontation, aber auch in der Wechselbeziehung mit einer anderen, der westdeutschen Gesellschaft verändern. Die Familie wird zum Halt in der Fremde.


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FAMILIE VILLANO KEHRT NICHT ZURÜCK
Buch/Schnitt/Musik/Regie: Hans Andreas Guttner
Kamera: Rudolf Blahacek
Ton: Thomas Vering
Licht: Friedrich Klütsch
Mitarbeit: Heinz Langer, Jutta Malin, Cinzia Torrini, Roland Zag
Produktion: Guttner Film mit Unterstützung des Kuratoriums junger deutscher Film
Uraufführung:  Internationale Filmwoche Mannheim 1981
16 mm, Farbe, 110 Minuten


 

Die Fuhre

 
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Die Fuhre ist eine postmoderne Parabel über unsere Wegwerfgesellschaft und den Jugendwahn unserer Zeit. "Forever young" heißt die Devise, wer alt und damit für die Leistungsgesellschaft unrentabel ist, gehört konsequent zu Ende gedacht, auf den Müll!
Der Film nimmt diese Ideologie beim Wort, der Held, ein alter Mann, landet in der Tat auf dem Müll, nun ist die Geschichte hier noch nicht zuende: Der Alte gewinnt, anders als in Wirklichkeit, seine Handlungsfreiheit zurück. Am Schluß sind die Jungen die Düpierten.

Pressestimmen:
"We congratulate you for the excellent work and thank you for waiting to participate in our Festival."
(Rudi Barnet, General Delegate, International Film Festival San Sebastian)

"...eine hintergründige Parabel auf die Wegwerfgesellschaft, die alte Menschen wie alte Möbel behandelt."
(medien praktisch)

Aus dem FBW-Gutachten
Der Ausschuß schätzte die originelle und mit ausgesprochen filmischen Mittel erzählte Parabel. Ohne jeden Dialog vermittelt dieser Kurzspielfilm ein Menschenschicksal (Abschiebung eines Alten buchstäblich auf den Müll) mit Einsichten über die Unmenschlichkeit des technischen und zivilisatorischen Fortschritts.
Schlüssig und trotz des gewichtigen Themas leicht erzählt, wird der Mensch der Technologie entgegengestellt: Der hervorragend geführte Alte ist in der Lage, jederzeit seine Erinnerungen abzurufen ( Frankfurt als Nachkriegs-Trümmerhaufen, die erste Liebe, das erste Kind). Die Rückblenden werden auf die Art und Weise eingeführt, wie der moderne Fernbedienungskonsument die Kanäle zu bedienen weiß. Wie von dieser Kenntnis sinnvoller Gebrauch gemacht werden kann, soll der Schlußpointe dieses Films überlassen bleiben, die, was dem Ausschuß bemerkenswert erschien und was nicht von jedem deutschen Film gesagt werden kann, Sinn und Witz auf einen Punkt bringt.

Die Megaklinik

 



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"Gelohnt hat sich der Kraftakt. Der Film ist ein ungeschminktes Klinikportrait, das es in dieser Form noch nicht gab.
Hans A. Guttner dokumentiert den Krankenhausalltag fernab ausgetretener TV-Pfade...Ein Kontrast zu Schwester Stefanie & Co, aber auch zum gängigen Reportageformat der Privatsender." (Nürnberger Nachrichten)     

*****     

ONE WORLD FILMFESTIVAL BERLIN 2006

zeigt am 16.11, 17.11. und 20.11.2006  im Kleisthaus (Maurerstr. 53)

DIE MEGAKLINIK
Dokumentarfilm von Hans Andreas Guttner (90 Min)

Zur Information eine
INTERNET-REZENSION vom 21.8.2006

Die meisten Filme, die einem im Fernsehen als “Doku” verkauft werden, sind
pure Zuschauerverdummung. Schwester schiebt Patient in den Schockraum;
O-Ton: “Ich bring’ ihn in den Schockraum”. Off: “Schwester Aileen bringt das
Unfallopfer zunächst in den Schockraum”.
Weil ich nicht nur eine Abneigung gegenüber geschwätzigen Dokus habe,
sondern auch Krankenhäuser nicht leiden kann, hätte ich nie gedacht, daß ich
ausgerechnet eine Krankenhausdoku mal lieben würde, aber diese hats mir
wirklich angetan:

Die Megaklinik

zeigt 90 Minuten Alltag in einem riesigen Nürnberger Klinikum. Keine
Sensationslüsternheit, keine off-Kommentare. Nur unaufgeregte, dezente
Bilder, und doch geschickt so komponiert mit wenigen O-Tönen, daß dem
Zuschauer das Geschehen klar wird. Sowohl eher triviale Dinge wie der
Arbeitsablauf in der Wäscherei als auch die Tätigkeit des Pathologen bei der
Gewebeanalyse oder die Ärzte-Besprechung vor den CT-Bildern einer
Tumorpatientin werden sehr verständlich vermittelt.
Stellenweise vermitteln die Bilder sogar eine gleichmütig-meditative
Ästhetik, beispielsweise im Hochregallager der schon erwähnten Wäscherei
oder bei Aufnahmen von Fahrten im unterirdischen Tunnelsystem zwischen den
Gebäuden. Mehr als nur eine Doku, Filmkunst!

Lief neulich auf 3sat. Wird bestimmt wiederholt - unbedingt anschauen!

d’ohne pointe :)

*****    
BR-ONLINE | Das Online-Angebot des Bayerischen Rundfunks

Die Megaklinik - Alltag im Klinikum Nürnberg [Dokumentarfilm | Sendetermin: So., 14.11.2004, 22.40 Uhr, BFS]

Besser als "Emergency Room": Der Dokumentarfilm, nach amerikanischem Vorbild entstanden,
ist das realistische Porträt eines modernen Großklinikums.
Die Megaklinik - Alltag im Klinikum Nürnberg © PR Das Klinikum Nürnberg ist das größte kommunale Krankenhaus Europas, mit fast 6000 Mitarbeitern. Der Film zeigt, wie dieser Mikrokosmos funktioniert, was die Maschinierie äußerlich wie innerlich am Laufen hält. Es beginnt unspektakulär mit Verrichtungen, wie sie fast jeder kennt: Patientenbefragung, Blutabnahme, Visite.

Die Konzentration der Dreharbeiten bezog sich auf eine Klinik - der Urologischen - , von der sind wir ausgegangen und immer wieder zurückgekehrt. Allmählich erschließt sich eine Institution, deren immense Infrastrukturen nach außen nicht sichtbar sind: Europas größte Krankenhauswäscherei, ein riesiges Warenlager, ein Labyrinth von kilometerlangen Versorgungsfluren im Untergrund. Eine schier endlose Reihe von Operationssälen, in denen gleichzeitig operiert wird.

Originaltitel:
Die Megaklinik (D, 2004)
Regie: Hans Andreas
Länge: 87 Min. 16:9 Stereo

Ein Großkrankenhaus wie das Klinikum Nürnberg ist nicht einfach nur ein großes Krankenhaus, es stellt in der Zusammenfassung vielfältiger technischer, betriebswirtschaftlicher und medizinischer Aufgaben eine neue Form der Organisation der Medizin dar. Ein synergetisches System, in dem Mensch und Technologie in vielfältiger Weise ineinander übergreifen.

Der Film "Die Megaklinik" betritt in Deutschland Neuland. Er knüpft an eine internationale dokumentarische Tradition an, wie sie z.B. Frederick Wiseman in den USA repräsentiert. Es sind dies Filme, die versuchen, gesellschaftliche Institutionen transparent zu machen, die in ihren Dimensionen für die Einzelnen nicht überschaubar sind.

© Bayerischer Rundfunk

Klinikum Nürnberg wird Filmstar

Das Klinikum Nürnberg spielt die Hauptrolle in einem 90-minütigen Dokumentarfilm. Drei Wochen lang hat ein Team des Dokumentarfilm-Regisseurs Hans A. Guttner aus München vor Ort gedreht. Im Zentrum stand dabei die Klinik für Urologie, insbesondere die Station 22/III links im Dr. Hans Birkner-Haus. "Es war interessant, mit welchem Aufwand und mit welcher Geduld gedreht wird", berichtet Oberarzt Dr. Reimund Walther.

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Dass die Kamera dem Team der Urologie auf Schritt und Tritt gefolgt ist, empfand er "weder als störend, noch als belastend". Stationsleitung Gerhard Boscher fand die permanente Anwesenheit des vierköpfigen Filmteams im Stationsalltag anfangs "sehr gewöhnungsbedürftig". "Sie waren immer herumgestanden, waren überall dabei, aber sie haben sehr viel Rücksicht genommen."

Ob im Operationssaal, wo vier Stunden lang die Entfernung einer Niere gefilmt wurde,

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bei der Visite auf der Station,

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in der Pathologie, in der Radiologie, im Institut für Klinische Chemie oder in Apotheke, Technik, Wäscherei oder Küche - Regisseur Guttner filmte nur mit der vorherigen Einwilligung der ins Bild gesetzten Patienten und Mitarbeiter.

waschfrauenDer Dokumentarfilmer interessierte sich für die Vernetzung der unterschiedlichsten Bereiche im Klinikum. Er wollte "das Funktionieren einer modernen Institution filmisch erzählen" und das Klinikum als System darstellen, "in dem Mensch und Technologie in vielfältiger Weise ineinander greifen". An der x-ten Neuauflage einer Ärzte-Schwestern-Patienten-Schmonzette hatte der Dokumentarfilmer kein Interesse. Stattdessen filmte er den Weg einer während der Operation entnommenen Gewebeprobe per Rohrpost in die Pathologie und wie von dort telefonisch der Befund direkt in den OP weitergegeben wurde oder verfolgte den Schweinebraten aus der Küche, bis er direkt auf dem Teller des Patienten landet.
Nach Durchsicht der insgesamt 24 Stunden Material zeigte sich Guttner, der sich mit seinen zahlreichen Kino-und Fernsehdokumentarfilmen seit Mitte der 70er Jahre in diesem Genre weit über Deutschland hinaus einen Namen gemacht hat, sehr zufrieden. "Wir haben solch intensive Gespräche, solch großartige poetische Momente ins Bild gesetzt, dass ich oft gar nicht weiß, wie ich schneiden und was ich weglassen soll." Am meisten beein druckt hat ihn, "dass im Klinikum alles wie am Schnürchen klappt und ein Rädchen in das andere greift".

Seinen Hauptdarsteller, den 82-jährigen Urologiepatienten Günter Vorwerk, hat Guttner durch Zufall entdeckt. "Ich suche nicht, ich finde", bemüht er dazu ein Motto von Pablo Picasso. Sein vierköpfiges Filmteam begleitete den ehemaligen Anlagenbautechniker, der wegen einer akuten Harnröhrenverstopfung ins Klinikum eingewiesen worden war, von der Aufnahme bis zur Entlassung - immer nach dem Motto "nicht voyeuristisch, sondern realistisch", so Guttner.
Der Patient kann das bestätigen: "Das Filmteam war sehr einfühlsam und sehr nett." Dass er dabei bei Untersuchung und Visite gefilmt wurde, war für Vorwerk kein Problem. "Ich habe in meinem Leben so viel mitgemacht, ich war beruflich in der ganzen Welt, da stört mich doch eine Kamera nicht." Für ihn sei es im Gegenteil eine "interessante neue Erfahrung" gewesen. Vorwerk ist nun sehr gespannt auf den Film - und nicht nur er: "Meine Tochter in Berlin und meine Schwester in Hamburg fiebern schon auf die Ausstrahlung hin."
Die soll voraussichtlich im Juni sein. Guttner produzierte den Film für die Redaktion "Film und Teleclub" des Bayerischen Rundfunks. In Nürnberg drehte er nicht zum ersten Mal: 1981 und 1995 produzierte er hier die preisgekrönten Dokumentarfilme "Familie Villano kehrt nicht zurück" und "Kreuz und quer". "Mit den Franken komme ich einfach gut zurecht", sagt der Münchner.
Quelle: Klinikum Nürnberg - Online Zeitung 2/2004:
http://www.klinikum-nuernberg.de/zeitung/2_2004/filmstar.html

pfleger



premiere
germanfilms

Alamanya - Alamanya

ALAMANV


Alamanya Alamanya - Germania Germania

Ein Zug fährt nach Deutschland - ein Zug mit Arbeitsmigranten.

Züge wie dieser sind seit Ende der 50er Jahre ungezählte Male gekommen, aus Italien, Jugoslawien, Griechenland, der Türkei, aus Spanien und Portugal, und sie haben mit den Menschen, die sie beförderten, auch die Träume und Hoffnungen dieser Menschen auf ein besseres Leben und bessere Arbeitschancen mitgebracht.
 
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Die deutsche Sprache hatte ein neues Wort für sie gefunden: "Gastarbeiter".Der Film legt Zeugnis ab auch über dieses Wort. In Texten, die ausschließlich von ihnen selbst stammen, beschreiben "Gastarbeiter" - die zuletztgekommenen Türken (Alamanya Alamanya) und die zuerstgekommenen Italiener (Germania Germania) als eine Art Klammer - ihre langjährigen Erfahrungen mit der bundesrepuplikanischen Wirklichkeit.
"Sehr gastfreundlich, ja sehr, sind diese Deutschen. Übermäßig lieben sie den Gast des Arbeiters. Für wen lebe ich, für wen arbeite ich, bin ich Gast, bin ich Arbeiter, wie bin ich doch ratlos."
Der Film ist mit ihnen auf ihrem Weg in ein fremdes Land, in die hoffnungsvolle Zukunft, in die Enttäuschung. Er ist mit ihnen an ihrem Arbeitsplatz und in ihrer Freizeit, in ihrem Alleinsein, ihrer Einsamkeit.

Credits:
ALAMANYA ALAMANYA - GERMANIA GERMANIA
Buch/Ton/Schnitt/Regie/Produktion: Hans Andreas Guttner
Kamera: Rudolf Blahacek
Licht: Bert Brücker
Mitarbeit: Heinz Langer, Jutta Malin, Eberhard Strahm
Musik: Erminio Cantoni, Sandro Maggi
Texte: Franco Biondi, Pio Buonafede, Robert Mazzota, Maurizio Orecchiuto, Marcello Pardini, Yüksel Parzakaya, Hormaz Sefile
Sprecher: Mario Scerza, Erdal Merdan
Uraufführung: Internationale Westdeutsche Kurzfilmtage Oberhausen 1979
35mm (16mm), s/w, 22 Min., FSK ab 6, FBW: Besonders Wertvoll

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